Zwei spannende Jahrgänge, nicht nur im Weinberg
Das Jahr 2022 war ein Jahr der Extreme. Auf einen sonnigen, früh warmen Frühling folgte ein Sommer, der zu den heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen zählte. Die Sonne und anhaltende Trockenheit machte zwar den wenigen Junganlagen zu schaffen, die tief verwurzelten älteren Reben blieben aber erstaunlich gelassen. Ein positiver Nebeneffekt der Trockenheit war, dass Pilzkrankheiten wie Peronospora keine Rolle spielten. Der Regen Anfang September brachte dann die Entlastung womit Martin Männer mit seinem Team kerngesundes Lesegut ernten konnte. Der Badische Weinbauverband sprach gar von einem Bilderbuchjahrgang.
2023 hingegen verlange nach deutlich mehr Handarbeit in den Weinbergen. Ein warmer März sorgte für einen schnellen Austrieb, die vereinzelten Nachtfröste blieben im Weingut Blankenhorn glücklicherweise folgenlos. Mai und Juni brachten erneut Trockenheit und viel Sonne. Dann kippte das Wetter: Juli und August waren feuchtwarm und überdurchschnittlich nass, der Fäulnisdruck stieg spürbar. Außenbetriebsleiter Christian Fin hatte mit seinem Leseteam alle Hände voll zu tun. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Durch frühe Selektion und eine rasche Ernte konnten perfekte Chardonnay-Trauben geerntet werden.