Ernte und Ausbau
Die Lese der Pinot Noir Trauben fand in relativ großen Zeitintervallen zwischen den Lagen statt. Die Trauben in Loiben und Dürnstein waren 10-14 Tage früher reif als jene in Weißenkirchen. Die Trauben wurden von Hand in kleinen Kisten mit einem Inhalt von maximal 20 Kilogramm geerntet und in einem Kühlcontainer über Nacht auf rund 6° Celsius abgekühlt.
Der untere Teil des Gärbehälters wird zu einem Drittel mit ganzen Trauben befüllt, darauf werden gerebelte und optisch sortierte Beeren geschichtet und mit Trockeneis überlagert. Fünf bis sechs Tage lang mazeriert die Maische bei etwa 8-10° Celsius, dann setzt die spontane Gärung ein. Die Gärung erfolgt in 500-Liter-Leseboxen.
Seit dem Jahrgang 2025 werden gebrauchte, französische 500-Liter-Doppel-Barriques zur Gärung verwendet, in denen zuvor der Grüne Veltliner „Unendlich“ reifte. Dafür wurde der Holzboden durch einen Edelstahldeckel ersetzt.
Es erfolgt keine Remontage (Umpumpen), da dies zu viel Frucht in den Wein bringen würde. Lucas Pichler bevorzugt ein sanftes Unterstoßen (Pigeage) erst per Hand und einige Tage vor dem Abpressen auch mit den Füßen, was dem Wein mehr Textur und Phenole gibt. Die Gärung dauert circa 14 Tage.
Die bewusste Entscheidung gegen Remontage und für Pigeage ist dabei zentral. Sie führt zu einer anderen Textur, zu mehr Tiefe in der Struktur und zu einer subtileren Extraktion.