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Magic Moment für Heidi Schröck bei Süßweingipfel

von Peter Wagentristl
Winzerin Heidi Schröck auf der

Die zweiteilige Masterclass „Late Harvest United“ auf Schloss Johannisberg (Geisenheim, Deutschland) gilt als Gipfeltreffen der besten Süßweinregionen der Welt – darunter auch das Burgenland. Die Ruster Winzerin Heidi Schröck und weitere Granden der Szene plädierten in diesem Rahmen für mehr Mut zur Süße, besonders als Begleitung zu würzigen und aromatischen Speisen. Ihre Botschaft: Das Comeback des Süßweins ist längst überfällig. 

Spätlesen aus dem Rheingau, Tokaj, Rust, Sauternes und China
© Yanjie

„Tokaj, Sauternes, die deutschen Flusstäler und Rust: In dieser Liste genannt zu werden, ist eine große Anerkennung für den Süßwein vom Neusiedler See“, freut sich Heidi Schröck nach der Sweet Wine Masterclass „Late Harvest United“. Im ersten Teil des Gipfeltreffens, mit dem Schloss Johannisberg den 250. Geburtstags der Spätlese zelebrierte, widmeten sich fünf Weingüter und rund 70 Fachgäste den besten Süßweinen der Welt.  

Moderatorin Lin Liu, Master of Wine, präsentierte dabei Auslesen, Spätlesen, Eiswein und mehr. Gastgeber Schloss Johannisberg servierte den Ex-Bibliotheca Cuvée „100“, der die besten Spätlesen zwischen 1915 und 2015 vereint und das Lagerpotenzial süßer Weine eindrucksvoll demonstriert.  

Ruster Süßwein mit Ikonen-Status 

Vier der besten Süßwein-Produzent:innen waren bei „Late Harvest United” vertreten:

Als Zeichen an den chinesischen Weinmarkt, auf dem Süßweine hoch im Kurs stehen, präsentierte Lin Liu MW zudem einen Eiswein des Château Changyu

Dieter Salomon, Heidi Schröck, Laszlo Meszaros, Lilian Lechner, Lin Liu und Christina Fischer
Dieter Salomon (Schloss Johannisberg), Heidi Schröck, Laszlo Meszaros (präsentierte Disznókő und Château Suduiraut), Lilian Lechner (Schloss Johannisberg), Lin Liu MW und Christina Fischer (Moderation) © Yanjie
Heidi Schröck spricht über den Ruster Süßwein
© Yanjie

„Als wir 1991 den Cercle Ruster Ausbruch, der Vorgänger-Organisation des Ruster Ausbruch DAC, ins Leben gerufen haben, war genau das unser Traum: An einer Tafel mit den wichtigsten Süßwein-Regionen der Welt zu sitzen. Dort gehören die Weine vom Ost- und Westufer des Neusiedler Sees auch hin.“

Winzerin Heidi Schröck 

Beerenauslese
© Yanjie

Der perfekte Speisebegleiter – aber nicht zur Nachspeise 

Beim zweiten Teil von Late Harvest United auf Schloss Johannisberg, der unter dem Motto „Sweet Wine & Fine Dining“ stand, drehte sich alles um das richtige Food Pairing. Am Menü stand etwa Riesling Spätlese 1964 zu geschmorter Rehkeule, Eiswein zu Blauschimmel-Créme und Tapenade. Heidi Schröcks Beerenauslese „Anthologie“ Non-Vintage, einer Cuvée der Jahre 2014 bis 2022, harmonierte mit gegrillter Tristan Languste, Urkarotte und Chicorée. 

In der Gastronomie findet man Süßwein oft nur als Dessertwein. „Süßer Wein zu üppigen Nachspeisen ist eine Themenverfehlung“, meint die Expertin. 

Heidi Schröck über Süßwein als Speisebengleitung
© Yanjie

„Die Süße des Weines als Kontrast zur Bitterkeit der Olive oder des Chicorées, zu salzigen Meeresfrüchten oder würzigem Curry funktioniert hervorragend. Zuhause wie in der Gastronomie sollte Süßwein unbedingt wieder öfter eingesetzt werden – aber eben in der richtigen Kombination. Nur Mut!“

Winzerin Heidi Schröck 

Ein Plädoyer für den Süßwein – am besten vom Neusiedler See 

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist Süßwein heute kein Massenphänomen mehr, sondern eine „süße kleine Nische“, wie Schröck es formuliert. Anhänger:innen hat diese Stilistik auf der ganzen Welt, neben China gibt es auch in den USA, Großbritannien, der Schweiz oder Skandinavien vitale Märkte und eine hohe Nachfrage. Connaisseur:innen wissen in der Regel auch die harte Arbeit zu schätzen, die in jeder Flasche steckt.  

Winzerin Heidi Schröck auf Schloss Johannisberg
© Yanjie

„Der Süßwein hat völlig zu Unrecht ein Image-Problem. Hier gilt es Überzeugungsarbeit zu leisten, denn wenn man die Leute erst einmal dazu bringt, Süßweine zu probieren, ist die überwältigende Mehrheit begeistert und die Flasche meist schnell leer.“

Winzerin Heidi Schröck

Ruster Ausbruch: Flüssiges Gold mit Jahrhunderten Tradition 

Der Ruster Ausbruch zählt unbestritten zu den prestigeträchtigsten Süßweinen der Welt, seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1479 zurück. Am kaiserlichen Hof war das „Flüssige Gold“ vom Neusiedler See so beliebt, dass Leopold I. Rust im Austausch gegen einige Fässer Ausbruch den Titel „Freistadt“ verlieh. Sogar die Titanic hatte einige Flaschen Ruster Ausbruch an Bord. 

Das harmonische Zusammenspiel von Süße und Säure zeichnet die Prädikatsweine vom Neusiedler See aus: Der Restzucker verleiht ihnen einen kraftvollen Körper, dank frischer Säure wirken sie dabei zugleich leichtfüßig, elegant und animierend. Getrocknete Früchte, Aromen von Quitte und Marille sowie ein Hauch Exotik verbinden sich zu einer weltweit einzigartigen Charakteristik. 

Drei Weine, vier Rezepte: Neugierige Gaumen werden belohnt 

Inspiriert von Late Harvest United möchte Heidi Schröck die Vielseitigkeit von Süßwein möglichst vielen Menschen näherbringen. Dafür hat sie gemeinsam mit ihren Söhnen Georg und Johannes ein Genießer-Set aus drei Weinen und vier Rezepten entwickelt. Welche Speisen Familie Schröck zu ihren Weinen empfiehlt, ist hier nachzulesen:

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Heidi Schröck mit Söhnen Johannes und Georg Schröck
© Philipp Horak

Über das Weingut Heidi Schröck & Söhne 

Am Westufer des Neusiedler Sees in Rust bewirtschaftet Heidi Schröck mit ihren Söhnen Georg und Johannes 10 Hektar Rebfläche. Die Familie blickt auf über 300 Jahre Tradition im Weinbau zurück, Heidi Schröck produziert seit 1983 Wein. Ihr Herz schlägt für den Furmint, die wichtigste Sorte in der Storchenstadt Rust. Und natürlich für den Ruster Ausbruch, einer der geschichts- und prestigeträchtigsten Süßweine der Welt. 1991 gründete sie mit Kolleg:innen den Cercle Ruster Ausbruch, den Vorgängerverein des Ruster Ausbruch DAC. 

Astrid Rauch bei Wine+Partners
Astrid Rauch
Head of Media Relations

Stärke, Disziplin, Ausdauer und Präzision – was Astrid im Taekwondo drei schwarze Gürtel eingebracht hat, prägt auch ihre tägliche Arbeit in der Kommunikation. Nach vielen Jahren im Journalismus hat sie wichtige Branchen-Kontakte aufKurzwahl und weiß genau, bei wem die großartigen Geschichten unserer Kund:innen am besten aufgehoben sind. So verbindet sie spielend leicht Marken mit passenden Medien und – egal ob PR-Strategien, Pressearbeit oder Events – Astrid wandelt Ideen in Erfolge um. Kurz gesagt: in ihren Adern fließt Medienblut.