Login
Wein News

Spannungsgeladener Schilcherjahrgang

von Tanja Perchthaler
Verena und Stefan Langmann

Rechtzeitig zum Sommer präsentiert das Weingut Langmann den Schilcherjahrgang 2025 mit der unvergleichlichen Charakteristik weststeirischer Rieden. Winzerin Verena Langmann blickt auf ein nervenaufreibendes Jahr zurück, und eine Ernte, die vor allem eines verlangte: Mut!

Im Weinbau gleicht kein Jahr dem anderen. Besonders die Rebsorte Blauer Wildbacher in den steilen Höhenlagen der Weststeiermark beansprucht das ganze Jahr über individuelle Präzisionsarbeit. Doch der Jahrgang 2025 wird im Hause Langmann als einer in Erinnerung bleiben, der besonders viel Fingerspitzengefühl und starke Nerven forderte – Mut zum Nichtstun und absolutes Vertrauen in die physiologische Reife der Trauben waren entscheidend für die Lese.  

Verena Langmann
© Anna Stöcher

Ein Sommer der zwei Gesichter

Während das trockene Frühjahr einen frostfreien Austrieb ermöglichte, sorgten Hagelereignisse nach den Eisheiligen für erste Anspannung in den Weingärten. Es folgte ein Sommer der Gegensätze. „Rückblickend fand der eigentliche Sommer 2025 bereits im Juni statt“, erklärt Verena Langmann. Während der intensiven Hitzephase Ende Juni legten die Reben den Grundstein für die Reife, denn es folgte ein verregneter Juli. Um den Herausforderungen des feuchten Hochsommers zu begegnen, setzten die Langmanns auf präzise Handarbeit: Ende August wurde die Laubwand gezielt und behutsam geöffnet. „Wir wollten eine perfekte Durchlüftung sicherstellen, ohne die Trauben der Gefahr von Sonnenbrand auszusetzen“, so die Winzerin.

Die Lese: Ein Nervenspiel in Etappen

Die Weinlese ab der zweiten Septemberwoche glich einem taktischen Manöver. Da das Wetter immer wieder umschlug, entschied sich die Familie Langmann gegen eine schnelle Ernte und für das selektive Abwarten. Während die Sektgrundweine bereits sicher im Keller waren, blieb der Schilcher bewusst länger am Stock.

„Anfang September war eine echte Challenge“, erinnert sich Verena Langmann. „Man braucht Mut, um bei wechselhaftem Wetter die Trauben so lange hängen zu lassen. Aber das Warten hat sich ausgezahlt.“ Erst Mitte Oktober wurde der letzte Lesetag verzeichnet – ein spätes Datum, das maßgeblich für die Qualität des Jahrgangs verantwortlich ist.

Verena Langmann
© Anna Stöcher

Das Ergebnis: Klarheit und Frische

Das Fazit von Verena Langmann: „Ein Jahrgang mit Charakter: 2025 ist weniger laut, dafür aber umso präziser. Die Weine sind herrlich duftig, leicht im Alkohol und bringen eine enorme Trinkfreude mit – ein echtes Happy End nach einem intensiven Herbst.“

Ried Langegg Schilcher 2025

Die Ried Langegg bringt die zugängliche Seite des Schilchers hervor. Die sandige und lehmige Auflage am Muttergestein sorgen für eine natürliche Saftigkeit. Dass die Familie Langmann hier auf eine eigene Selektion mit besonders kleinen, würzigen Beeren setzt, verleiht dem Wein trotz seiner Finesse eine bemerkenswerte aromatische Tiefe. Ein Schilcher, der durch seine klare Frucht und seinen harmonischen Trinkfluss überzeugt.

Ried Hochgrail
© Anna Stöcher

Ried Hochgrail Schilcher 2025

Der Hochgrail ist das Gegenstück zu Langegg: ein Wein mit Ecken und Kanten für alle, die es etwas spannender mögen. Die Reben müssen sich hier am steilen Hang durch den kargen Gneisboden kämpfen, um an Nährstoffe zu kommen. Das Ergebnis ist alles andere als Mainstream: Durch die exponierte Höhe und den ständigen Wind bleibt der Wein trotz der warmen Südlage präzise und frisch. Er schmeckt nach Herkunft, hat eine feine salzige Note und zeigt diesen ganz speziellen, puristischen Charakter, den man nur in den besten Steillagen findet.

Downloads

Alle Pressefotos
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-blauer-wildbacher-trauben-c-stefan-langmann.jpg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-landschaft-blick-vom-buschenschank-c-langmann.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-ried-hochgrail-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-ried-hochgrail-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-stefan-langmann-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-ried-langegg-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-stefan-langmann-mit-tisch-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-stefan-und-verena-langmann-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-verena-langmann-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-verena-langmann-mit-glas-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-wein-in-weinrebe-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/langmann-weinflasche-vor-wand-2023-c-anna-stoecher.jpeg
/assets/news/langmann-schilcher/verena-und-stefan-langmann-c-anna-stoecher.jpeg
Über das Weingut Langmann

Renaissance in Rosa: Schilcher, die in der Weststeiermark aus der autochthonen Traube Blauer Wildbacher vinifiziert werden, und gemeinhin als ungestüm gelten, erleben gerade eine spannende Entwicklung. Der erfahrene Winzer Stefan Langmann ist ein Spezialist darin, die charmante Seite der Rebsorte hervorzuholen. Besonders die Schilcher von seinen Einzellagen beeindrucken mit eigenständiger Herkunftsstilistik.

Langmann Weingut Buschenschank
Langegg an der Schilcherstraße 23
8511 St. Stefan ob Stainz

Weingut Langmann

Stefan Langmann und seine Tochter Verena Langmann
Tanja Perchthaler Mitarbeiterin
Tanja Perchthaler
Office Managerin

Tanja hat ihren Weg von Klagenfurt nach Wien gefunden – mit im Gepäck: viel Neugier und spannende Erfahrungen. Ihr internationales Weinbusiness-Studium führte sie nach Paris und ins renommierte Nobu in Dubai, wo sie wertvolles Wissen und prägende Begegnungen sammeln konnte. Bei Wine+Partners bringt sie nun nicht nur ihre fachliche Kompetenz rund um Wein und Gastronomie ein, sondern sorgt mit ihrem organisatorischen Talent und ihrer gelassenen Art dafür, dass selbst so manch herausfordernder Büroalltag seine Leichtigkeit behält.