Login
Places to be News Kulinarik

Die Porzellan-Bühne für Fine Dining

von Peter Wagentristl
Berliner Weisse und Kapstachelbeere

„Das beste Essen braucht eine angemessene Bühne”, sind sich das Drei-Sterne-Restaurant Rutz und Keramikmeisterin Stefanie Hering einig. Für den Spitzenbetrieb in Berlin Mitte entwarf die Berliner Designerin daher nun eigens gestaltetes Fine Dining Geschirr. Anlässlich des 25. Geburtstags des Unternehmens gibt es eine puristische Tasse mit goldenem Rutz-Emblem aus der Hering-Serie nun auch im Shop. 

Restaurant Rutz
© Rutz

Das Rutz und Stefanie Hering verbindet nicht nur die Liebe zu Berlin, sondern auch ihr Einfluss auf die moderne Gastronomie. Das angesagte Restaurant in Berlin Mitte prägt seit 25 Jahren die deutsche Fine Dining-Szene, Herings Porzellankunst ebenso lange die Ästhetik der Spitzengastronomie. Für das Rutz kreierte Hering nun einen Teller, eine Schale und einen Becher. 

Den Teller hat sich Executive Küchenchef Marco Müller auf eines seiner begehrtesten Pre-Desserts abstimmen lassen: Berliner Weiße mit Kapstachelbeere. Die Rutz-Interpretation des Berliner Kultgetränks setzt Malz-Eiscreme aus reduziertem Weißbier mit Physalis in zwei Konsistenzen in Szene: klar und frisch-säuerlich sowie als Gelée aus drei Tage lang mazerierten Beeren. 

Marco Müller
© Rutz

„Ein kleiner Gang, der den Gaumen neu ausrichtet und die Sinne schärft, serviert auf unserem neuen Teller von Stefanie Hering. Das Design und die Form hat auch Einfluss darauf, wie Gerichte wahrgenommen und genossen werden. Man soll von oben mit dem Löffel durch die Speise fahren und gleichzeitig alle Aromen und die Haptik aufnehmen.“ 

Executive Küchenchef Marco Müller   

Typisch für das Rutz ist dabei die Vorliebe für Mulden. Hier in Berlin Mitte liebt man es, Gerichten erst bei Tisch den letzten speziellen Touch zu verleihen, vornehmlich durch Übergießen – dafür brauchen die Teller Vertiefungen. 

Stilvoller Geschenk-Tipp für Ästhet:innen 

Wer nicht das Vergnügen hat, die herausragende Küche des Rutz auf dem nicht minder beeindruckenden Geschirr von Stefanie Hering zu genießen, kann sich mit einer Tasse trösten: Anlässlich des 25. Geburtstags des Hauses gibt es den begehrten Becher mit der Rutz-Insignie auch als Limited Edition im Rutz-Shop. 

Rutz Tasse
© Steffen Sinzinger

Klassisch gedreht und innen glasiert, ist die Tasse ein echter Handschmeichler aus fein geschliffenem Biskuitporzellan, veredelt mit einem Punkt aus 24 Karat Gold. „Dieser wirkt wie eine kleine, präzise gesetzte Markierung – ein ruhiges, elegantes Detail, das der puren Form eine besondere Spannung verleiht“, beschreibt die Keramikmeisterin.  

Erhältlich ist der edle Becher in exklusiver Stückzahl und zwei Varianten online.

Nicht weiß, nicht glatt, sondern mit Charakter 

Auch bei Farben, Formen und Lasuren haben Marco Müller und sein Team gemeinsam mit der Berliner Designerin getestet und experimentiert. Das Drei-Sterne-Restaurant hat hier eine klare Linie: Weiß ist ein No-Go für das Rutz. „Zu klinisch“, so das Urteil von Schmidt und Müller. Auch bei den Tischtüchern und Küchenfliesen verzichtet das hippe Fine Dining-Lokal auf Weiß.  

Rutz Tasse
© Steffen Sinzinger

Die Wahl fiel schließlich auf ,Silent Iron‘: Eine Glasur aus speziellem Ton, der bei den extrem hohen Brenntemperaturen von rund 1400 Grad teilweise ausschmilzt, schildert die Designerin: So entsteht eine tief strukturierte, fast mineralische Oberfläche, die perfekt zu Marco Müllers Art passt, Gerichte als Landschaften und Texturen zu inszenieren: rau, erdig, archaisch und zugleich präzise.“ 

 „Es hat sich gefunden, was zusammengehört“ 

Anja Schmidt, Inhaberin des Rutz, bewundert auch privat schon lange das Werk von Stefanie Hering. Das noble Restaurant in Berlin Mitte, das zu den besten gastronomischen Adressen Deutschlands zählt, und die Designerin verbindet zudem eine langjährige Freundschaft. Eine Kooperation war also nur noch eine Frage der Zeit. 

„Stefanies Philosophie und die des Rutz ähneln einander stark – es hat sich gefunden, was zusammengehört.“- Inhaberin Anja Schmidt 

Was Fine Dining Geschirr auszeichnet 

Herings Philosophie nach muss ein Teller nicht nur funktionieren, sondern das Gericht erweitern: „als Bühne, als Rahmen oder als skulpturales Element auf dem Tisch. Genau das verstehe ich unter ,art pieces for the table‘“, erklärt sie.  

Diesen Ansatz weiß auch Executive Küchenchef und Drei-Sterne-Koch Marco Müller zu schätzen. An Herings zeitloser, puristischer Designsprache schätzt er etwa die typischen breiten Fahnen (Ränder), die auch haptisch beeindrucken, sei es durch Rillen, raue Oberflächen, Verzicht auf Glasur oder auch Löcher.  

Design und Funktionalität gehen Hand in Hand 

Für den Küchendirektor des Rutz war Stefanie Hering die erste Designerin, die sich bewusst von den klassischen Konventionen des Fine-Dining-Geschirrs löste. Am Anfang des künstlerischen Schaffensprozesses steht für die Keramikmeisterin dabei immer die Frage: Wie soll der Gast diesen Gang erleben? 

 

Downloads

Alle Pressefotos
/assets/rutz---items---tassen---v2---(c)-steffen-sinzinger-oco-content-&-communication----251128--14.jpg
/assets/wg_rutz_interior_hr.jpeg
/assets/rutz---items---tassen---v2---(c)-steffen-sinzinger-oco-content-&-communication----251128--17.jpg
/assets/rutz-x-hering-2-berliner-weisse-und-kapstachelbeere-auf-einem-teller-von-stefanie-hering-c-steffen-sinzinger.jpg
/assets/anja-und-carsten-schmidt_c_urban-zintel.jpg
Über das Rutz

Gelebte Kontinuität und stetige Weiterentwicklung. Seit über 20 Jahren prägt Küchenchef Marco Müller mit seinem puristischen Ansatz – der Konzentration auf zwei herausragende Aromen – das Berliner Restaurant Rutz. Gegründet 2001 von Anja und Carsten Schmidt sowie dem verstorbenen Sommelier Lars Rutz, ist das Rutz heute eines der wenigen unabhängigen Spitzenrestaurants in Deutschland – ohne Hotelanbindung oder Sponsoren. 

Seit 2022 konzentriert sich das Rutz ausschließlich auf den Restaurantbetrieb in Berlin-Mitte, während das ursprüngliche Konzept der Weinbar im Rutz Zollhaus in Kreuzberg weiterlebt. Die umfassende Neugestaltung durch Prof. Gesine Weinmiller verleiht dem Restaurant mit zwei Etagen und Sommerterrasse ein minimalistisches, elegantes Ambiente. Regionale und internationale Materialien – etwa bayerischer Naturstein und japanische Designerstühle – unterstreichen die kompromisslose Qualität. Ein zentrales, doppelstöckiges Regal mit Konserven symbolisiert die Verbindung von Design und Kochkunst. Anja Schmidt bringt es auf den Punkt: „Wie bei einem Maßanzug haben wir Werkstatt, Küche und Essbereich miteinander verwoben.“ 

Anja und Karsten Schmidt sitzen in ihrem Restaurant

Team Elisabeta Aftin
Elisabeta Aftin
Projektassistentin

Elisabeta ist die Empathie in Person. Sie taucht mit Leib und Seele in die Projekte ihrer Kunden ein und teilt als passionierte Botschafterin ihre Werte und Inhalte. Dafür bringt sie nicht nur viel Einfühlungsvermögen mit, sondern auch eine profunde fachliche Ausbildung. Nach dem Publizistikstudium kletterte sie flink die Karriereleiter hoch, von Jobs in einer Lokalzeitung, über Social-Media- und PR-Agenturen, bis sie schließlich bei den Genussthemen von Wine+Partners ihre Erfüllung gefunden hat. Wer von Betti betreut wird, weiß eine leidenschaftliche Kommunikatorin an ihrer/seiner Seite.