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Charakterweine eines Extremjahrgangs

von Elisabeta Aftin
Verena Langmann und Vater Stefan Langmann
Verena Langmann und Vater Stefan Langmann am Hochgrail

Wenn die Natur fordert, antwortet der Schilcher. Das Jahr 2024 brachte Winzer:innen wie Reben gleichermaßen an ihre Grenzen. Für das Weingut Langmann, das seit über 270 Jahren in der Weststeiermark Schilcher vinifiziert, bedeutete dieser Jahrgang, auf die Kraft der Lagen, das Wissen vieler Generationen und das Fingerspitzengefühl im Weingarten zu vertrauen.

Mit den Lagen Hochgrail und Langegg präsentieren Verena und Stefan Langmann zwei Schilcher, die den Charakter eines herausfordernden Weinjahres auf eindrucksvolle Weise widerspiegeln: präzise und mit einer strahlenden Frische, die das Potenzial des Blauen Wildbachers unter veränderten klimatischen Bedingungen neu definiert.

Ein Pokerspiel mit dem Wetter

Ungewöhnlich warme Phasen bereits im Februar und März, gefolgt von kurzen Regenmassen, Spätfrost im April sowie ein Sommer, der von Trockenheit und Hitze geprägt war. Gerade angesichts klimatischer Veränderungen zeigt sich, wie wertvoll die kühlen Hochlagen des Weinguts Langmann sind. Die Lese zog sich bis Mitte Oktober, dadurch konnten die Trauben eine perfekte 100-prozentige physiologische Reife entwickeln – bei moderatem Zuckergehalt, ideal für präzise und ausgewogene Weine.

Während die wärmeren Temperaturen Reifeprozesse beschleunigen, bleiben Frische und Finesse durch die Höhenlage und die steinige Bodenstruktur erhalten – eine Balance, die gerade in Zukunft entscheidend sein wird. Der Schilcher präsentiert sich milder, mit weniger Säure und mehr Harmonie. Das Klima trägt maßgeblich dazu bei, dass der Wein zunehmend mit dem alten Klischee vom überwiegend „sauren Schilcher“ bricht und neue Facetten eröffnet.

Verena Langmann
Verena am Hochgrail
© Anna Stöcher

„2024 hat uns gezeigt, dass große Weine dort entstehen, wo uns die Natur herausfordert. Geduld, Risikobereitschaft und präzise Arbeit im Weingarten waren entscheidend.“

Verena Langmann (24)

Die Trauben wurden spontan vergoren, der lange Gärverlauf unterstreicht die Natürlichkeit und Komplexität des Jahrgangs. Ein Volltreffer im Pokerspiel mit dem Terroir.

Ried Hochgrail
Ried Hochgrail © Anna Stöcher
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Die Ried Hochgrail zählt zu den spektakulärsten Weinbergen Österreichs: Auf 500 bis 550 Metern Seehöhe, bei Hangneigungen bis zu 50 Prozent, wachsen hier auf Schiefer, Stainzer Gneis und neogenem Sedimentgestein etwa 60 Jahre alte Reben. Diese Lage war schon das Herzstück des Großvaters von Verena und ist bis heute ein Ort gelebter Familientradition. Hochgrail

Hochgrail Schilcher 2024 zeigt in diesem Jahr seine ganze Kraft und eine Präzision mit vibrierender Frische. Die Weine durchliefen zum Teil einen biologischen Säureabbau, was die Struktur sanft abrundete, ohne die charakteristische Klarheit und Präzision zu verlieren.Die klassische Mineralität und Salzigkeit kommt mit dem Jahrgang 2024 enorm stark zum Ausdruck. Trotz der Herausforderungen – oder vielleicht gerade deswegen – präsentiert sich der Wein ausgewogen mit einer wärmer von der Aromatik.

Flaschenpreis: € 14,50

Ried Langegg
Ried Langegg © Anna Stöcher
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Die Ried Langegg liegt auf kühlen 640 Metern Seehöhe. Der Einfluss der Koralpe sorgt auch in heißen Jahren für nächtliche Abkühlung, bewahrt so die essenzielle Frische des Blauen Wildbachers und sorgt für Struktur und Tiefe in den Weinen. Langegg

Langegg Schilcher 2024 vereint Finesse und Eleganz: Würzige dunkle Beeren und eine balancierte Säurestruktur prägen seinen Charakter. Im Vergleich zum Hochgrail präsentiert er sich etwas leichter und saftiger – Eigenschaften, die ihn besonders zugänglich machen und zu einem vielseitigen Speisenbegleiter prädestinieren. 

Flaschenpreis: € 12,–

Hochgrail 2024 und Langegg 2024 sind das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung, sorgfältiger Handarbeit und eines tiefen Verständnisses für Boden, Klima und Rebsorte. Auch in den steilsten Lagen erfolgt die Bewirtschaftung mit größtem Respekt vor der Natur – ganzjährig begrünt und bei der Ernte mit einem eigens gebauten Schlitten per Seilwinde, um den Boden nachhaltig zu schonen. Trotz aller Extreme bleibt die Handschrift des Hauses Langmann unverkennbar: Finesse, Frische und Herkunft im Glas.

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Über das Weingut Langmann

Renaissance in Rosa: Schilcher, die in der Weststeiermark aus der autochthonen Traube Blauer Wildbacher vinifiziert werden, und gemeinhin als ungestüm gelten, erleben gerade eine spannende Entwicklung. Der erfahrene Winzer Stefan Langmann ist ein Spezialist darin, die charmante Seite der Rebsorte hervorzuholen. Besonders die Schilcher von seinen Einzellagen beeindrucken mit eigenständiger Herkunftsstilistik.

Langmann Weingut Buschenschank
Langegg an der Schilcherstraße 23
8511 St. Stefan ob Stainz

Weingut Langmann

Stefan Langmann und seine Tochter Verena Langmann
Team Elisabeta Aftin
Elisabeta Aftin
Projektassistentin

Elisabeta ist die Empathie in Person. Sie taucht mit Leib und Seele in die Projekte ihrer Kunden ein und teilt als passionierte Botschafterin ihre Werte und Inhalte. Dafür bringt sie nicht nur viel Einfühlungsvermögen mit, sondern auch eine profunde fachliche Ausbildung. Nach dem Publizistikstudium kletterte sie flink die Karriereleiter hoch, von Jobs in einer Lokalzeitung, über Social-Media- und PR-Agenturen, bis sie schließlich bei den Genussthemen von Wine+Partners ihre Erfüllung gefunden hat. Wer von Betti betreut wird, weiß eine leidenschaftliche Kommunikatorin an ihrer/seiner Seite.